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Apr 02

Mücken ertränken – Floaters

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Unser Augenlicht ist uns in aller Regel lieb und teuer. Seheinschränkungen sind lästig – und meist lassen sie uns, langsam aber sicher, panisch werden. Und dazu bedarf es nicht erst einer Sehnerventzündung. Genauso erschrocken reagiert der geneigte Migränepatient auf seine Aura – vorausgesetzt, er hat in seinem Migräneunglück, das Glück, eine Aura zu bekommen. Aber es gibt noch weitere Sehstörungen, die nicht unbedingt für das Auge gefährlich sind, aber uns in unserer Lebensqualität einschränken. Und unter Umständen doch gefährlich werden können, da einerseits durch das gestörte Sichtfeld, andererseits durch die ablenkenden Sehstörungen, Unfälle geschehen können. Viele Menschen, die das 30ste, 40ste Lebensjahr überschritten haben, kennen es: Mücken, die das Sichtfeld stören – auch Floaters genannt. Befindet man sich in aufrechter Lage, flitzen sie mit dem Blickwechsel mal hierhin und mal dorthin. Zwar sind sie nicht gefährlich können jedoch extrem störend sein. Selbst das Lesen kann so beeinträchtigt werden dass es überanstrengt. Es sind Fälle bekannt, bei denen der Patient so viele Mücken in den Augen hatte dass er im Liegen, beim an die Decke schauen, nur noch einen Grauschleier zu sehen bekam.

Das muss nicht sein. Ich weiß nicht, was Ihnen Ihr geneigter Hausarzt an Medikamenten empfiehlt, und ich will ihm auch nicht sein Honorar für das Ausstellen des Rezeptes und für die Beratung streitig machen. Auch die operative Entfernung des Glaskörpers im Auge ist möglich, um die Tierchen loszuwerden – das bringt dem Herrn Doktor noch mehr Geld, dem Operateur und dem Krankenhaus sowieso. Doch gibt es ein einfaches Hausmittel, um die „Tierchen“ (die keine Tierchen sind, sondern Ablagerungen) zu vergrämen. Trinken Sie mehr. Allerdings funktioniert dies nur, wenn Sie regelmäßig, jeden Tag mindestens 2,5 Liter trinken. Zum Trinken gehören Flüssigkeiten wie Wasser, Kaffee, Tee. Nicht zu den Getränken im strengen Sinne, sondern zur Ernährung, gehören Säfte, Milch, Shakes, Smoothies etc. Und außen vor sind alkoholische Getränke. Sie entziehen dem Körper zwar keine Flüssigkeit – sonst wäre schon der eine oder andere längst verdurstet, aber gut sind sie bei Multipler Sklerose trotzdem nicht.

„2,5 Liter, die spinnt ja, wie soll ich das denn machenß“. Jo, das geht. Es geht los, morgens mit einem halben Liter kaltem Leitungswasser. Das gleicht nicht nur den über Nacht ins Stocken geratenen Flüssigkeitshaushalt aus, sondern regt den Kreislauf an, macht Sie wach und regt die Verdauung an. Ein halbes Stündchen später, wenn Sie im Bad fertig sind, trinken Sie Ihren Tee oder Kaffee. Damit sind Sie schon bei 0,75 Litern Flüssigkeit. Zum Mittag trinken Sie einen halben Liter abgekochtes, heißes Wasser. Probieren Sie es aus. Heißes Wasser, nachdem Sie sich dran gewöhnt haben, ist eine tolle Sache. Jetzt sind Sie bei 1,5 Litern Flüssigkeit.

Nachmittags dann noch einmal ein zwei Tassen – wieder ein halber Liter = 2,00 Liter. Und wenn Sie nach Hause kommen, trinken Sie den Rest, beispielsweise zum Abendbrot. Wenn Sie nachts auf die Toilette müssen, dann schauen Sie auf die Uhr, um zu sehen, bis wann Sie nicht mehr trinken sollten, um die nächtliche Wanderung zu umgehen (Ein kleines Wortspiel, man möge mir verzeihen).

Versuchen Sie dies sechs Wochen durchgehend – der Erfolg ist versprochen.

ACHTUNG! Diese Mücken dürfen nicht mit anderen Sehstörungen wie „Rußregen“, „grünen Flächen“, „Sehrandeinschränkungen“ oder „Flatschen“ mitten im Gesichtsfeld verwechselt werden. Diese und weitere Gesichtsausfälle bedürfen der sofortigen Behandlung – und sind nicht mit Trinken

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