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Mrz 28

Teilhabebericht verdeutlicht erheblichen Handlungsbedarf

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Der Teilhabebericht der Bundesregierung (Teilhabebericht Bundesregierung) zeigt nach Einschätzung des Sozialverband SoVD erheblichen Handlungsbedarf auf. „Der Bericht verdeutlicht die Lebenslagen behinderter Menschen. Und das ist zunächst sehr zu begrüßen. Die Ergebnisse dieses Lageberichts sind jedoch beunruhigend. Denn die Teilhabechancen für behinderte Menschen haben sich zwischen 2005 und 2013 in vielen Bereichen nicht spürbar verbessert“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich der Beratung des Teilhabeberichts im Deutschen Bundestag.

Aus dem Teilhabebericht geht hervor, dass die Erwerbsbeteiligung von beeinträchtigten Menschen mit 49 Prozent weiterhin erheblich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Zugleich verharrt das Armutsrisiko beeinträchtigter Menschen mit 20 Prozent deutlich über Durchschnitt und wächst seit Jahren.

„Problematisch bleibt auch der Schulbereich. Zwar besuchen immer mehr behinderte Kinder Regelschulen, doch läuft dieser Inklusionsprozess an den Förderschulen weitgehend vorbei. Dort bleiben die Schülerzahlen fast konstant. Und 71 Prozent der Schüler verlassen die Förderschule weiterhin ohne Abschluss“, betont Adolf Bauer.

#liebernichtarmdran

100 Jahre SoVD: sovd.de/100

SoVD-Bundesverband 
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2 Kommentare

  1. Hertha Kerz

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

  2. Michael Günter

    Hmm,
    zumindest was den schulischen Bereich ausmacht, tätigt Herr Bauer als „Experte“ eine inhaltlich sehr plakative Aussage, wenn er von 71% Schulabgängern ohne Schulabschluß bezogen auf die Förderschulen spricht! Unter der Hand schummelt er ein wenig – der Anteil der Schüler mit Schulabschluß liegt wesentlich höher, andererseits ist ein Schulabschluß im Bereich Lernen (ehemals Lernbehinderung) und ganzheitliche Entwicklung (früher Geistige Behinderung) eben kein Schulabschluß der mit den Voraussetzungen der Berufsreife assoziiert wird (quasi Abschlüße ohne Qualifikation).
    Wenn er auf diesen Punkt abstellt, dann sollte er aber auch erwähnen, dass traditionell nahezu 80% der „Sonderschüler“ im Bereich Lernen beschult wurden. In den Bereichen der Sprachheilpädagogik haben wir z.B. in Hamburg mittlerweile seit Jahren eine Integrationsquote von 100%, in anderen Förderschwerpunkten auch teilweise über 50%! Außen vor bleiben die Bereiche Lernen, ganzheitliche und emotionale Entwicklung – das weist auf etwas hin und dieses „das“, sollte mal benannt werden, statt Stastiken zu bemühen….= Teilhabe um welchen Preis, ist die Gretchenfrage (und zwar in alle Richtungen – Kinder, Eltern, Schule, deren Behörden und die übergeordnete Politik)!

    MfG

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