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Aug 05

E-Herd – Stromkosten fest im Griff

Corona hat uns alle schrecklich gebeutelt. Doch eigentlich war es nicht Corona, sondern unsere hysterischen Politiker die glaubten, sie wüssten besser wie mit einer Infektionskrankheit umgegangen werden sollte, als gestandene erfahrene Ärzte. Nun, wie dem auch sei. Fakt ist, wir haben kein Geld – natürlich bis auf die Eliten, die sich ein goldenes Scheißhaus an dieser Krise verdient haben – und durch die Politiker noch unterstützt wurden.

Aus diesem Grund will ich helfen, dass Sie Ihre Finanzen in den Griff bekommen. Dazu fange ich mit den Stromkosten – einem der größten ausgabeposten an. Doch Stromkosten sind nicht gleich Stromkosten. Vielmehr kommt es auf den einzelnen Stromabnehmer und unseren Umgang mit ihm an.

Unzweifelhaft sind die größten Stromabnehmer der E-Herd, der Kühlschrank / die Gefriereinheit, der Geschirrspüler, die Computeranlage und das Fernsehen. Wobei die letzten beiden Punkte oft in einem Gerät vereint sind.

Der Herd

 

Pixabay Clerker-Free-Cwxxroe

Der Herd ist einer der größten Stromverbraucher. Wenn Sie ihn jedoch effektiv nutzen, wird er zu einem kleinen Stromverbraucher. Gasherde funktionieren, wenn die Flamme an ist und verbrauchen kein Gas mehr, wenn die Flamme aus ist. E-Herde verbrauchen dagegen viel Strom – und ihre Platten und der Backofen sind noch lange nach dem Abschalten heiß. Leider denken viele Menschen nicht daran – und lassen ihn Strom verbrauchen bis sie mit dem Kochprozess fertig sind – und schalten ihn erst dann ab. Also legen wir los.

 

Umgang mit dem Herd

  • Kaufen Sie Ihre Töpfe nach Bedarf. Es ist nicht nötig, gleich ein Arsenal für eine Großküche anzuschaffen. Nutzen Sie Metall- / Edelstahltöpfe mit gut schließenden Glasdeckeln und Metallgriffen. Sie gibt es oft in einem Satz beim Discounter. Dabei sind immer ein, zwei Behälter dabei, die Sie nicht benötigen; einen Milchtopf, eine Kasserolle, ein Spaghettitopf oder was immer. Prüfen Sie, ob dieser Gesamtpreis für die Teile, die Sie benötigen, angemessen ist oder höher als kauften Sie die Töpfe einzeln. Oft kann der vergleichsweise niedrige Preis im Discounter nur deshalb gehalten werden, weil Behälter dabei sind, die der Kunde nicht braucht. Der Kunde glaubt, er mache ein Schnäppchen, weil ja nur er diese entsprechenden Töpfe nicht bräuchte. Tatsächlich geht das fast allen Kunden so. Die überflüssigen Behälter stehen bei ihm herum, weil sie niemand haben will. Das Set war jedoch teurer, als er hätte bezahlen müssen, wenn er sie einzeln gekauft hätte. Verfallen Sie nicht in den Irrglauben, wenn Sie beispielsweise einen Riesensuppentopf haben, dass Sie plötzlich riesige Mengen Suppe kochen. Der Kauf dieses Kochtopfsets verändert Ihre Koch- und Essgewohnheiten nicht. Wenn Sie also vorher keine Verköstigungsmengen für Armeen gekocht haben, werden Sie es nach dem Kauf auch nicht. Die Böden von Kochtöpfen dürfen sich nicht verziehen, dennoch muss es kein teures Kochtopfset einer überteuerten Marke sein, sonst haben sie kein Geld mehr für die Zutaten der Suppe. Also kaufen Sie nur die Töpfe, die Sie wirklich benötigen.
  • Pixabay / 7089643

    Nutzen Sie Töpfe in der Größe der Herdplatten. Gern bei diesen Kochtopfsets sind beispielsweise Töpfe mit einem Boden, dessen Durchmesser kleiner oder größer ist als der der kleinsten Herdplatte. Da haben Sie beispielsweise ein Viererset von drei Töpfen und einem Stiltopf mit Durchmessern von 16, 18 und 20 Zentimetern, Ihre Herdplatten haben aber 15 und 18 Zentimeter Durchmesser. Finger weg!
  • Wenn Töpfe über die Herdplatten hinausragen, kochen die Lebensmittel unterschiedlich schnell, je nachdem, ob Sie in der Mitte des Topfes liegen oder am Rand. Kein Mensch rührt regelmäßig das Kochgut um, da es matschig wird und jedes Mal, wenn der Deckel abgenommen wird, Hitze entweicht. Dennoch kosten solche Sets durchaus 60,- € und mehr.
  • Heben Sie Glasdeckel nicht an, um zu gucken, ob die Suppe schon kocht. Das Topfinnere verliert Energie und braucht länger und damit mehr Strom, um die Speise wieder auf Kochtemperatur zu bringen.
  • Herdplatten werden zwei, drei Minuten vor dem Kochen des Kochgutes heruntergeschaltet und vier bis fünf Minuten vor Ende des Kochvorgangs ganz abgestellt. Hier bedarf es ein wenig Erfahrung. Regelmäßiges Kochen übt.
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    Setzen Sie Töpfe und Pfannen sofort auf die Platten, wenn Sie die Platte anstellen – es ist ein Irrglaube, dass die Platte erst heiß sein muss, um den Kochvorgang in Gang zu setzen. Die Platte erhitzt den Topf von Anfang an. Erst wenn er heiß ist, wird auch das Kochgut darin heiß.
  • Kochen Sie möglichst alles, was Sie kochen müssen, in einem Rutsch, damit die Platten nicht dauernd erhitzt werden, abkühlen und wieder erhitzt werden müssen. Dies verbraucht unnötig Strom, da die Platten anfangs viel Energie benötigen, um die eingestellte Temperatur zu erreichen, während des Kochens und Bratens der Herd dann aber nur noch kurze Energiestöße in die Platten schickt, um die Temperatur zu halten.
  • Kochen Sie gleich die doppelte Menge für den nächsten Tag mit. Man kann Gerichte auch zwei Tage hintereinander essen.
  • Achten Sie darauf, das Essen nicht zu zerkochen. Kochen Sie es nur, solange es nötig ist. Gemüse mit Biss schmeckt nicht nur besser, sondern spart Strom und schützt die Vitamine.
  • Führen Sie eine Tabelle, wie lange die einzelnen Gemüse tatsächlich kochen müssen. Sie werden sich wundern, wie sich diese Zeiten verkürzen und damit auch die Zeiten der Stromnutzung.
  • Achten Sie darauf, nicht mit zu viel Wasser zu kochen.
  • Halten Sie Speisen nicht warm, sondern wärmen Sie sie bei Bedarf auf.
  • Pfannen sollten einen Durchmesser von 28 cm haben und einen hohen Rand, da in ihnen häufig unterschiedlich stark bratende Lebensmittel zubereitet werden. Suboptimal sind zwei Pfannen, eine kleine für eine kleine Herdplatte und eine große. Viele Kochanfänger glauben, dass sie Kurzgebratenes in der kleinen Pfanne zubereiten werden – bis sie merken, dass sich in kleinen Pfannen nicht gut braten lässt.
  • Pfannen haben meist Kunststoffgriffe. Das lässt sich nur schwer ändern. Aber es gibt auch gusseiserne Pfannen, die vollständig aus Metall sind. Achten Sie beim Kauf von Töpfen und Pfannen auf stabile Griffe und ob diese stabil an den Gerätschaften angebracht sind. Der Inhalt einer Pfanne kann durchaus zwei, drei Kilo schwer werden. Mit Pfanne haben Sie dann vier Kilo in der Hand.
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    Pfannen sollten Glasdeckel haben, auch damit Sie sehen können, was sich in der Pfanne während des Bratens tut.
  • Überhitzen Sie Pfannen nicht. Dies geht ins Geld, weil zu lange Strom zugeführt wird und zerstört die Beschichtung der Pfanne. Das Bratgut klebt an, die Pfanne lässt sich schwerer säubern. Es ist übrigens ein Mythos, dass Teflon giftig sei. Teflon ist ein Sammelbegriff für eine bestimmte Art von Antihaftbeschichtungen. Ist die Oberfläche beschädigt und essen Sie es mit, geht es ganz normal durch den Verdauungstrakt ins Klo. Alles was mit Lebensmitteln in Berührung kommt, ob Klebstoffe für Tüten, für Aufkleber auf Äpfeln, Verpackungen oder eben diese Beschichtung müssen lebensmittelecht sein. Die Beschichtung von Teflon- oder antihaftbeschichteten Pfannen ist nur giftig, wenn sie zu hoch erhitzt werden und die verdampfende Beschichtung einatmen. Gehen diese Dämpfe in das Essen über, macht dies die Speise ungenießbar.
  • Braten Sie, wenn nötig, scharf an, stellen Sie den Herd dann aber auf eine mittlere Stufe. Vergessen Sie grundsätzlich das Herunterschalten nicht. Bei sechs Stufen reicht meistens Stufe drei für langsames Weiterbraten, Stufe vier für stärkeres Braten.
  • Wollen Sie alte Brötchen aufbacken, schneiden Sie sie in Scheiben, nutzen Sie die Pfanne und nicht den Backofen, wenn Sie sowieso braten. Bei einer längeren Bratzeit legen Sie die Scheiben an den Rand der Pfanne bei kurzer Bratzeit in die Mitte. Am Rand ist es weniger heiß als in der Mitte.
  • Blitzplatten erhitzten extrem schnell, deshalb heißen sie Blitzplatten. Mit ihr sind Töpfe und Pfannen sehr schnell heiß – und überhitzt genauso schnell. Gerade Pfannenbeschichtungen können hier schnell zerstört werden. Außerdem ist es eine extreme Stromverschwendung.
  • Stellen Sie die Platten bei einer Pfanne sieben Minuten vor dem Abschluss des Bratvorgangs ab. Bei Töpfen sind es fünf Minuten. Die Resthitze brät die Lebensmittel noch enorm lange nach.
  • Töpfe und Pfannen müssen einen planen, geraden Boden haben, der zwischenraumfrei auf der Herdplatte aufliegt. Ist Platz zwischen Topf- oder Pfannenboden und Herdplatte, verschwenden Sie Energie. Bei Billigprodukten von Töpfen und Pfannen verzieht sich manchmal der Boden nach längerem Gebrauch. Prüfen Sie einerseits die Böden regelmäßig, andererseits, ob trotzdem ein Billigprodukt für Sie preiswerter ist als ein Topf für viel Geld.
  • Töpfe und Pfannen für viel Geld sind Prestigeobjekte, müssen aber nicht sein. Eine Pfanne beim Discounter für rund 30,- € tut ihren Dienst lange und ohne Murren, wenn Sie mit Ihr anständig umgehen.
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    Metalltöpfe sind eh kaum tot zu kriegen.
  • Backen Sie, wenn möglich, nicht nur ein Backblech. Wenn Sie auch noch etwas zu Kochen haben, stellen Sie das Kochgut in einem Metalltopf mit Metallgriffen auf den Rost im Backofen, der auf der untersten Schiene eingeschoben wird. Dann kann es gleich mitkochen. Wenn Ihre Töpfe Kunststoffgriffe haben, nutzen Sie eine Auflaufform.
  • Stellen Sie niemals etwas direkt auf den Boden des Backofens. Stellen Sie niemals Pfannen und Töpfe mit Kunststoffgriffen in den Backofen.
  • Schieben Sie das Backgut in den Backofen und stellen Sie ihn an – heizen Sie ihn nicht vor. Die heutigen Materialien, mit denen Herde innen beschichtet sind, machen das unnötig.
  • Stellen Sie den Backofen fünf Minuten vor Ende der Backzeit ab. Der Backofen ist noch lange heiß. Haben Sie es nicht eilig, können Sie ihn auch bis zu 10 Minuten vorher abstellen und den Backvorgang um zehn Minuten verlängern. Beispiel: Ein Backvorgang soll 60 Minuten dauern. Bei der ersten Methode stellen Sie den Backofen nach 55 Minuten ab und nehmen das Backgut nach 60 Minuten heraus. Bei der zweiten Methode stellen Sie den Backofen nach 45 – 50 Minuten ab – und lassen das Backgut insgesamt 70 Minuten im Herd. Backen Sie regelmäßig ist das eine immense Stromersparnis.
  • Backöfen sind keine Raumheizungen.
  • Lassen Sie die Küche mindestens einmal die Woche besser zwei Tage kalt. Hier gibt es dann belegtes Brot, kalte Salate mit Speisen von gestern oder Rohkost, süße Teilchen, Brot mit Hartwurst oder was auch immer. Es gibt viele schmackhafte kalte Gerichte. Das sind mindestens 50 Kochvorgänge im Jahr weniger.

Profitipps

  • Zeitnahme – Schauen und schreiben Sie sich auf, wie lange es dauert, bis Ihre einzelnen Gemüse mit wie viel Wasser kochen. Dann wissen Sie genauer, wie lange vor dem Kochen Sie die Herdplatten herunterschalten können, sodass Sie den Strom optimal nutzen.
  • Pixabay / GDJ

    Energieverteilung – Haben Sie mehrere Herdplatten an, dauert es sehr viel länger, bis die einzelne Platte das Kochgut zum Kochen gebracht hat. Denn der Herd ‚‘zieht‘ nur eine bestimmte Menge Strom – und verteilt sie auf die angestellten Platten. Prüfen Sie, ob Sie beim Kochen nicht schneller sind, wenn Sie nur eine Platte nutzen, während Sie jeweils das nächste Kochgut vorbereiten: Beispiel: Sie schälen Kartoffeln. Während Sie die kochen, schälen Sie die Möhren (falls Sie nicht beides zusammenkochen wollen). Während Sie die kochen, putzen Sie weiteres Gemüse. Vielleicht kommt dann alles in die Pfanne – und Sie braten die Gemüsepfanne. Sie werden sehen, dass das nicht so lange dauert als wenn Sie erst alles schälen / putzen und dann kochen / braten, da der Herd dann nur eine Platte mit Strom bedient.
  • Nicht einzeln braten – Wenn Sie braten, haben Sie oft mehrere Lebensmittel, die gebraten werden sollen. Die Pfanne ist viel größer als die große Herd- / Blitzplatte. Nutzen Sie das aus. Durch die Größe ist die Pfanne in der Mitte viel heißer als am Rand. Beispielsweise kommt deshalb das Fleisch in die Mitte. Dabei gilt; je fester ein Gemüse, desto mehr Hitze verträgt es. Achten Sie dennoch darauf, dass Sie das Bratgut entsprechend früh der Pfanne entnehmen, damit Sie keinen Brei haben.

 

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