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Sep 19

Psychologen suchen Teilnehmer für Studie zur Gedächtnisbildung

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In einer Studie untersuchen Psychologen der Saar-Uni, wie sich emotionale Belastungen auf die Gedächtnisbildung auswirken. Anhand von gesunden Versuchspersonen möchten die Forscher Rückschlüsse auf Menschen ziehen, die an Traumafolgestörungen leiden. Ziel ist es, Betroffene künftig besser zu behandeln. Für ihr Forschungsprojekt suchen die Wissenschaftler noch Teilnehmer im Alter von 18 bis 35 Jahre. Interessierte müssen zunächst an einer kurzen Online-Befragung teilnehmen.

Menschen, die ein schlimmes Erlebnis durchgestanden haben, können in der Folge eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln – etwa wenn eine Bankangestellte bei einem Überfall mit einer Waffe bedroht wurde, durch Erleben eines schlimmen Autounfalls oder einer Naturkatastrophe. Ein Trauma definiert sich als ein Ereignis, das entweder lebensbedrohlich war oder die körperliche Unversehrtheit bedroht hat, und in dem gleichzeitig Angst und Hilflosigkeit erlebt wurden.

Wie sich solche Belastungssituationen auf die Gedächtnisbildung von Menschen auswirken, ist Thema eines aktuellen Forschungsprojekts von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Tanja Michael, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Saar-Uni. Dabei wollen die Forscher auch herausfinden, wie Menschen ihre emotionalen Zustände selber wahrnehmen und diese benennen. Für diese Studie suchen sie noch gesunde Probanden. Mit den so gewonnenen Ergebnissen können sie anschließend Rückschlüsse auf die Entwicklung von posttraumatischen Belastungsstörungen ziehen. Das Forschungsvorhaben kann helfen, diese Störungen früher zu erkennen und Betroffene besser zu behandeln.

Wer an der Studie teilnehmen will, muss zunächst bei einer kurzen Online-Umfrage mitmachen. Hierbei überprüfen die Forscher, ob die Interessenten für die Studie geeignet sind. Anschließend nehmen sie Kontakt zu den Probanden auf.

Die Untersuchungen finden auf dem Campus der Saar-Uni statt. Bei zwei jeweils einstündigen Terminen müssen die Probanden unterschiedliche Aufgaben am Computer lösen und Filmausschnitte ansehen, während Parameter wie Blutdruck und Herzfrequenz aufgezeichnet werden. Zwischen den Terminen sollen die Versuchspersonen ein elektronisches Tagebuch ausfüllen. Die Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro. Die Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Die Umfrage im Netz

Universität des Saarlandes

 

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf den Termin am 23.9.2015 um 11.00 Uhr in der Bücherhalle Hamburg Bramfeld hinweisen: Multiple Sklerose und Kopfleistung – Wenn uns unser Gehirn im Stich lässt Ultrakurz-, Kurzzeit und Langzeitgedächtnis Das Gedächtnisse auf Abenteuerfahrt

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