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Mrz 08 2022

Start der Plattform #InnovativeFrauen

Zum Tag der Frauen meint der Staat, das BMBF, er muss mal wieder was für das arme schwache Geschlecht tun. Machen Sie*innen sich auf viel*innen, viel*innen *innenen gefasst. 

Unter dem Namen #InnovativeFrauen geht heute eine Plattform online, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Sichtbarkeit von innovativen Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu erhöhen. Kernstück der Plattform ist eine Expertinnen-Datenbank. Exzellente Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen und Frauen in der Wirtschaft tragen sich hier mit ihrem Profil und ihrer fachlichen Expertise ein und können darüber von Medienschaffenden, Journalisten, Redakteuren und einer interessierten Fachöffentlichkeit recherchiert und angefragt werden.

„Innovative und fachlich versierte Frauen werden immer noch zu wenig in der Öffentlichkeit mit ihren Leistungen und Potenzialen wahrgenommen. Mit unserer Plattform #InnovativeFrauen wollen wir das ändern und die Sichtbarkeit dieser Frauen deutlich erhöhen. Wir wollen zeigen, was sie antreibt, wie sie Zukunft mitgestalten und Lösungen für drängende Probleme finden,“ so Carola Herbst, Leiterin des gleichnamigen Projekts, das im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengerechtigkeit e. V. angesiedelt ist und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert wird. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Frauen tatsächlich nach wie vor seltener als Expertinnen in die mediale Berichterstattung einbezogen werden als ihre männlichen Kollegen – und zwar auch in den Bereichen, in denen annähernd gleich viele oder überwiegend Frauen arbeiten. Insgesamt betrachtet sind 74 Prozent der Experten in TV-Informationsformaten männlich. Auch auf Veranstaltungen überschreitet der Anteil weiblicher Podiumsteilnehmerinnen oder Sprecherinnen selten 1/3. Hinzu kommt, dass Frauen, auch wenn sie gründen, weniger Aufmerksamkeit erhalten. Start-up Gründerinnen werden beispielsweise in Gründungsmedien seltener erwähnt als männliche Start-up Gründer.

Innovationspotenzial von Frauen sichtbar machen
Kernstück der Plattform ist eine Expertinnen-Datenbank, in der sich exzellente Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen und Leistungsträgerinnen sowie junge, aufstrebende Innovatorinnen mit ihrer fachlichen Expertise präsentieren können. Obwohl die Datenbank erst seit kurzem online ist, zeigen die Frauen, die sich bereits eingetragen haben, ein beeindruckend vielfältiges Bild an Innovationen: Da ist beispielsweise die Gründerin, die ein filterfreies Verfahren entwickelt hat, mit dem Wasser von Mikroplastik und Mikroverunreinigungen gereinigt werden kann. Oder die Unternehmerin, die kostengünstige, hochwertige Solarsysteme produziert, die überall dort zum Einsatz kommen können, wo Menschen noch keinen Zugang zu elektrischer Energie haben. Andere Frauen aus der Datenbank beschäftigen sich mit neuen Mobilitätskonzepten oder Biodiversität in Städten. Wieder andere sind dem Bereich der sozialen Innovationen zuzuordnen. Sie unterstützen mit ihren innovativen Ideen Jugendliche, Erwachsene oder auch konkret ältere Menschen – durch gezielte Talentförderung beispielsweise oder Assistenzsysteme für Senioren. Die Datenbank wird so nach und nach zu einer Recherchedatenbank, in der Medienschaffende innovative Frauen aus den unterschiedlichsten Themenfeldern recherchieren und anfragen können. Längerfristig will das Projektteam damit erreichen, dass sich die öffentliche Sichtbarkeit innovativer Frauen erhöht, Podien und Veranstaltungen paritätisch besetzt werden und mehr Frauen in Interviews und (Fach-)Artikeln zu Wort kommen.

Erfolgsgeschichten sichtbar machen: Fokusthemen, Podcast, Videoportraits und Open Mics
Kontinuierlich neue Inhalte sorgen dafür, dass sich ein regelmäßiger Besuch der Plattform lohnt. „Uns ist es wichtig, die Erfolgsgeschichten von Frauen aufzuzeigen und sie als Impulsgeberinnen vorzustellen,“ betont Carola Herbst. Dafür sind verschiedene Formate geplant. Unter der Rubrik ‘Fokusthemen‘ soll beispielsweise alle drei Monate ein aktuelles Thema näher beleuchtet werden – mit Hintergrundberichten sowie Interviews und Statements von innovativen Frauen. Einzelne Fokusthemen werden durch Open-Mic-Veranstaltungen ergänzt – digitale Veranstaltungen, bei denen sich bis zu drei Expertinnen auf einer virtuellen Bühne treffen und live mit den Zuschauern (Studentinnen, thematisch Interessierte, andere Wissenschaftler) über ihre Arbeits- oder Forschungsgebiete diskutieren. Außerdem wird ein Podcast aufgebaut, der Forscherinnen Raum gibt, über ihre Arbeit, ihren Werdegang und ihre Herausforderungen zu sprechen und junge Frauen damit zu motivieren. Komplettiert wird das Angebot durch Videoportraits in denen der Hintergrund, die berufliche Tätigkeit und die damit verbundenen Errungenschaften der jeweils portraitierten Expertin im Fokus stehen.

Junge Frauen inspirieren
Ein weiterer wichtiger Baustein der Plattform ist die gezielte Ansprache junger Frauen. Diese treffen auf www.innovative-frauen.de interessante Rollenvorbilder, die ihnen Inspirationen für den eigenen Karriereweg bieten und sie gleichzeitig darin bestärken, ihre Ideen, Forschungsvorhaben und Visionen weiter zu verfolgen. Eine kontinuierliche Interaktion wird über die Social-Media-Kanäle von #InnovativeFrauen gewährleistet. Auf LinkedIn, Instagram und Twitter werden spannende Geschichten über innovative Frauen, Hintergrundanalysen und Hinweise auf Veranstaltungen und Wissenschaftspreise gepostet. Zudem werden Austausch und Diskussion zu aktuellen Themenschwerpunkten ermöglicht.
Plattform Innovative Frauen 

 

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