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Nov 25

Armut muss nicht sein – Dispositionskreditzinsen berechnen

Hier ein kleiner Auszug aus meinem Buch Hertha Kerz sagt … Armut muss nicht sein – Geld richtig verwalten„.

Zinskosten des Dispositionskredits

Hier wollen wir sehen, wie Sie selbst die genauen Kosten für Ihren Dispositionskredit errechnen, wenn Sie ihn nicht ganz ausschöpfen. Im Beispiel ging ich von 1.500,- € aus und sprach von 10, noch was Prozent Zinsen, die Sie zahlen müssen. Tatsächlich werden Ihnen jedoch krumme Beiträge einerseits bezüglich der Überziehung zugestanden, andererseits bezüglich der Zinshöhe berechnet, damit es immer mehr Zinsen sind, als Sie bei einem Überschlag vermuten. Genau mit diesem ‘Mehr‘, machen die Banken einen horrenden Gewinn. Denn Sie müssen ja auch bedenken, dass Sie andererseits für das Geld auf Ihrem Konto nie selbst Zinsen erhalten. (Während jetzt sogar ‚Strafzinsen‚ abgezogen werden. Ein beispielloser Nepp) Immer nur, wenn Sie das Konto überziehen, zahlen Sie und zahlen und zahlen.

 

Profitipps

  • Dauerdispositionskreditnehmer 😉 – Es gibt tatsächlich Menschen, die überziehen Ihr Konto ständig und stellen ihren Lebensunterhalt auf dieses Geld ab. Banken sind verpflichtet, diesen Kunden kostengünstigere Alternativen zum Dispokredit vorzuschlagen. Dennoch zahlen sie Zinsen – ohne Ende.
  • Zinskosten schnüren Ihnen die Luft ab – Wenn es bei Ihnen mit dem Geld jetzt schon hakt, wollen Sie doch nicht ernsthaft noch einen Kredit aufnehmen. Ach so, es sind nur 500,- € im Monat, und Sie haben bei Ihrem Dispositionskredit noch Luft. Dann sollten Sie beide Zinsen zusammenrechnen und sich anschauen, wie viel sie wirklich für das Teil zahlen. Wenn Sie etwas auf Raten kaufen, müssen Sie ganz sicher sein, dass Sie in den nächsten fünf, zehn oder zwanzig Monaten die Raten auch bedienen können. Und genau das können Sie nicht. Niemand kann wirklich wissen, was in fünf, zehn oder zwanzig Monaten geschieht. Sehen Sie sich an, was bei Corona geschah. Innerhalb von zwei Wochen hatten Zehntausende keine Arbeit mehr. Schauen Sie sich an, wie viele ‚Bauherren‘ ganz schnell ihre Häuschen verlieren, weil Sie die Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen können.

Rechenbeispiel 61

Dispokredit-Zinsberechnung

Erst einmal möchte ich zeigen, welch ein Unterschied 50,- € mehr des Überziehungskredits und einige wenige Zehntel mehr Dispositionskreditzinsen ausmachen.

Fallbeispiele:

Im 1. Fall haben sie ein Überziehungsangebot von 1.500,- € zu 10,00 % p. a.

 Kosten:

100 % = 1.500,- €              

  10 % =    150,- € / Jahr

Im 2. Fall haben sie ein Überziehungsangebot von 1.550,- € zu 10,00 % p. a.

 Kosten:

100,00 %  = 1550,- € 

  10,00 %  =   155,00 € / Jahr

 

 

Im 3. Fall haben sie ein Überziehungsangebot von 1.500,- € zu 10,26 % p. a.

 Kosten:

100,00 % = 1.500,- €        

  10,26 % =    153,90 € / Jahr

Im 4. Fall haben sie ein Überziehungsangebot von 1.550,- € zu 10,26 % p. a.

 Kosten:

100,00 %  = 1550,- € 

  10,26 %  =   159,03 € / Jahr

Kleine Zahlenunterschiede – hohe Kosten

Sie sehen, läppische 50,- € und 0,26 % mehr, machen gleich über 9,- € aus.

9,03 €. Davon können Sie zwei Tage essen. Es sind also 9,03 € mehr. Die gesamte Summe hört sich über das Jahr gerechnet, nicht viel an. Doch sind es im Monat 13,25 €. Tatsächlich ist es extrem viel. Und wenn Sie Ihr Konto jeden Monat überziehen, kommt da so einiges im Jahr zusammen, nämlich 159,03 €, wenn Sie nicht aufpassen, selbst wenn Sie den Dispositionskredit nicht völlig ausschöpfen. Und das gilt nur für diese Beispiele. Wenn Sie einen noch höheren Zinssatz haben, kostet das Ganze natürlich auch mehr. Der Kredit wird für alles Mögliche genutzt: Jahreswechsel, Weihnachtsgeschenke, Versicherungsbeiträge, Autoreparaturkosten, Urlaube … Wenn Sie das nicht direkt zahlen können, sollten Sie es sich nicht leisten. Wenn Sie dieses Buch jedoch durchgearbeitet haben, werden Sie vermutlich nie wieder in die Verlegenheit kommen, Ihr Konto überziehen zu müssen / einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Denn nutzen Verbraucher den Dispo nur einmalig, brauchen über 30 % von ihnen länger als einen Monat, ihn wieder auszugleichen. Viele Verbraucher benötigen sogar ein Jahr und länger.

Aber wie geht denn nun die Berechnung? Die Antwort finden Sie in meinem Buch „Hertha Kerz sagt … Armut muss nicht sein – Geld richtig verwalten“.

Menr dazu in meinem Buch Hertha Kerz sagt … Armut muss nicht sein – Geld richtig verwalten„.

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