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Aug 25

MS durch Milchprodukte und Fleischkonsum?

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Das die MS durch die Umstellung der Ernährung positiv – oder auch negativ – beeinflußt werden kann, ist prinzipiell jedem MS-Kranken bekannt. In allen Veröffentlichungen, in allen Biographien, in allen Foren, die sich mit diesem Thema beschäftigen, weisen die Laienautoren darauf hin, dass es ihnen sehr viel besser gehe, seit sie auf den Konsum von Milch, Milchprodukten und Fleisch weitestgehend verzichten würden. Bisher wurde dies von Ärzten nicht bestätigt. Tatsächlich haben es viele sogar belächelt, nach dem Motto „naja, es schadet ja nicht, also können Sie das gern tun. Außerdem sollte man ja eh nicht so viel Fleisch essen“.

Einige dieser Ärzte werden jetzt vermutlich ihre Einstellungen zur Ernährung bei MS revidieren müssen. Vielleicht bricht für andere sogar ein Weltbild zusammen, gingen sie bisher doch davon aus, dass einerseits nur und ausschließlich Medikamente die Krankheit in Schach halten könnten, andererseits die Ernährung ausgewogen und vielseitig sein müsse. Vegetarische oder gar vegane Kost, sei eher zu meiden, sei sie doch viel zu einseitig.

Doch jetzt gibt es Hinweise, dass gerade Milch, Milchprodukte und Fleisch gefährliche Überträger von Virenbestandteilen sein könnten, die die MS auslösen. Wie so oft, wurden diese Hinweise eher durch Zufall entdeckt, während nach etwas ganz anderem gesucht wurde: Forscher wollten ursprünglich den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchprodukten und dem Risiko für Dickdarm- und Brustkrebs untersuchen. Dabei stießen sie auf Agenzien, die sich sowohl in Milchprodukten als auch in Multiple-Sklerose-Kranken finden. Somit liegt die Vermutung nahe, dass virale Bestandteile in Milch und Rindfleisch Multiple Sklerose auslösen könnten.

Wenn diese Vermutung stimmt, könnte es zu einer mittleren Katastrophe kommen. Denn schon lange fiel auf, dass die Erkrankungsrate nicht nur stetig steigt, sondern, dass die Erkrankten auch immer jünger werden. War MS noch vor 50 Jahren eine Krankheit, die erst ab Mitte 30 ausbrach, erkranken heute schon sogar Kinder daran. Dies wurde gemeinhin damit erklärt, dass die Untersuchungsmethoden heute besser seien. Doch ob dies stimmt, wurde bisher in keiner Studie wissenschaftlich bewiesen. Vielmehr sind es gängige Kernaussagen, die von Arzt zu Patient weitergegeben werden. Im schlimmsten Fall könnte Multiple Sklerose eine Ausbreitungsrate ähnlich der von AIDS erreichen.

Die Untersuchungen führten der Virologe Harald zur Hausen und sein Team durch. Wie dies alles zusammenhängen könnte, erklärt der Medizinnobelpreisträger im Gespräch auf Spektrum der Wissenschaft.

 

Und das ganze noch einmal vorgelesen

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2 Kommentare

  1. Hertha Kerz

    Die ganze Sache ist recht kompliziert. Die Ernährung beeinflußt die Zusammensetzung der Darmflora und die Darmflora hat extreme Auswirkungen auf den Gesundheitszustand. Grundsätzlich kann man sagen, dass es sinnvoll ist, nach dem Ausschlussverfahren vorzugehen. Wenn man bisher Mischköstler war, sollte man einfach bestimmte Nahrungsgruppen für je sechs Wochen weglassen. Beispielsweise also 6 Wochen keine Milchprodukte – Ziegenkäse ist für die meisten MSler unproblematisch. Wenn es dann besser geht, zukünftig ganz weglassen. Dann 6 Wochen kein Fleisch, wenn es noch besser geht, auch das weglassen, dann Hülsenfrüchte, dann Süßigkeiten, dann Weizen(produkte). Gerade bei Letzteren ist allerdings interessant, dass manche MSler gar keine Probleme mit Weizen haben, sondern mit dem ganzen Mist, welcher sonst noch im Brot steckt. Mit Biobrot haben sie dann keine Probleme.

    Aufgrund der Infos oben, besteht die Ernährung somit nur noch aus Obst, Gemüse und Reis. Das ist vermutlich aber auch nicht gesund. Andere essen alle zwei Wochen ein kleines Stück Fleisch, hin und wieder Ziegenkäse, max. zwei Eier in der Woche etc. Worauf es dabei ankommt ist, dass von den eventuell schädlichen Nahrungsmitteln nicht so viel gegessen wird, dass sich die Darmflora dergestalt verändert, dass sie wieder eine für den MSler schädliche Zusammensetzung erreicht.

    Dabei muss man schauen, dass man den Vitamin-B-Komplex zufüttert. Nicht nur, weil dieser bei einer solchen Ernährung fehlt. Auch erfahren viele MSler eine Verbesserung der Symptome, wenn sie Vitamin B12, B6 und Biotin und extra trotzdem noch den Vitamin-B-Komplex dazu füttern. Das ist jetzt nur eine Aufzählung, was alles so gemacht wird. Sieh das also bitte nicht als Vorgabe an, alle möglichen Lebensmittel einfach so wegzulassen – man muss es selbst ausprobieren, was einem gut tut.

    Was die Ärzte angeht: Der geneigte Arzt stützt sich auf die, durch Untersuchungen wissenschaftlich gesicherten Fakten. Ernährungsuntersuchungen gibt es dagegen kaum. Dafür aber jede Menge Infos von anderen MSlern im Netz. Suche einmal nach Multiple Sklerose und Fleisch, … und Weizen, …. und Milchprodukte.

  2. Marion Protzner

    Der Artikel über den schädlichen Einfluss von tierischen Produkten macht mich nachdenklich. Seitdem ich meine Diagnose 2012 erhielt habe ich mich eingelesen und vielfach gelesen, dass tierische Produkte schädlich für MSler sind und habe deshalb bei meiner Ernährung darauf geachtet. Vor 2 Wochen sagte mir ein Neurologe das sei Unsinn. Ich bräuchte diese Nährstoffe. Ich esse seitdem mein Müsli mit Milch. Meine Symptome schreiten von Tag zu Tag fort. . Ich denke er hatte Unrecht oder!? Wie ich hier lese ist die Aussage typisch für Ärzte.LG Marion

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